Südafrika war das Land der Fußball WM 2010

Frauen als Minenarbeiter Südafrikas

September 15, 2009 by  
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Die Minenindustrie in Südafrika wird zum größten Teil von den Männern dominiert. Doch auch immer mehr Frauen trauen sich die Arbeit zu und gehen untertage. Allerdings ist die Arbeit in den Gold- und Platinminen Südafrikas keine leichte, vor allem weil noch sehr viele Vorbehalte gegenüber den weiblichen Mitarbeitern bestehen.

Die Arbeit findet knapp 2000 Meter unter der Erde statt, wo Temperaturen von weit über 30 Grad herrschen. Die Dunkelheit bricht sehr schnell hindurch und die Aufzüge steigen mit 16 Metern pro Sekunde ab. Die Männer sind sich hier jedoch einig, dass die Arbeit nicht für Frauen gedacht ist. Einige Frauen konnten jedoch schon für den Arbeitsschutz eingesetzt werden und wurden teilweise den Männern als Vorgesetzte gegeben. Dennoch zählen die tiefen Minen in Südafrika als die härtesten Arbeitsplätze der Welt. Nur die Scheinwerfer brechen die Dunkelheit und die Bohrer müssen mit Wasser gekühlt werden, sodass sich das Klima wie eine Sauna entwickelt. Nur die schweren Holzpfeiler stützen die Decke ab. Zu Zeiten der Apartheid war es Frauen lange verboten, unter Tage zu arbeiten. Mittlerweile erobern sie jedoch auch hier die Männerwelt. Dennoch sieht man die Frauen nur selten untertage. Hier können sich die Frauen nur sehr schlecht emanzipieren. Allerdings liegt dies auch daran, dass Frauen manchmal keine so gute Bildung haben, wie Männer. Allerdings nehmen vor allem die Frauen ihre Arbeit in den Minen sehr ernst und können sich gegenüber der Männerwelt behaupten.

Politische Schlammschlacht in Südafrika

Mai 20, 2009 by  
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Es sind noch vier Wochen, bis der Confederations-Cup in Südafrika beginnt. Die Politiker werfen sich momentan jedoch heftige Beleidigungen zu, wie man sie hier nur selten erlebt. Ministerpräsidentin Helen Zille gegen die Anhänger des Präsidenten ist momentan der Alltag.

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Die Wahl in Südafrika ist fair und friedlich verlaufen. Stattdessen sich jetzt auf die Probe für die Fußball-WM zu konzentrieren und sich für das Land starkzumachen, bekriegen sich die Politiker gegenseitig. Schon der Confederations-Cup sollte viele Touristen nach Südafrika bewegen, doch die momentane politische Situation wird etwas anderen als Ergebnis haben. Ministerpräsidentin Helen Zillen schimpft über Jacob Zuma, dass er sexistische Ansichten hat. Seine Anhänger betiteln die Ministerpräsidentin jedoch als Faschistin schlimmster Sorte. Das Volk ist über diese Aussagen entsetzt, vor allem, weil die Wahl so friedlich verlief und viele Versprechungen getätigt wurden. Dabei sollte sich Südafrika vielmehr auf den Confederations-Cup vorbereiten. Ausländer in Südafrika müssen sich immer noch vor Gewalt fürchten und sind in Lagern untergebracht. Diese Angst sollte nach dem Wahlkampf geändert werden.

Nachdem Jacob Zuma Präsident geworden ist, gab es jedoch in Western Cape, vergleichbar mit einem Bundesland, einen Regierungswechsel. Hier regiert Helen Zille mit der Demokratischen Allianz in einer absoluten Mehrheit. Sie löste die Schlammschlacht aus, nachdem sie zehn Männer ins Kabinett gerufen hatte und ein Großteil davon weiß war. Der Gewerkschaftsbund der Provinz legte sogar eine Beschwerde bei der Menschenrechtskommission ein, weil er durch Zilles unausgewogene Kabinettsbildung die Verfassung verletzt sieht. Die Frauenrechtsorganisation verfasste einen Brief an Helen Zille. Noch ist die Schlammschlacht nicht zu Ende, denn Jacob Zuma mischt ordentlich mit und die Anhänger der ANC stehen dicht hinter ihm. Dennoch sollte sich Südafrika auf die WM konzentrieren und nicht auf solche Belanglosigkeiten.

Regierung und First Lady stehen fest

Mai 13, 2009 by  
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Die Bekanntgabe des neuen Kabinetts durch Jacob Zuma hat sich enorm verzögert. Dies ließ Platz für Spekulationen. Jetzt hat der neue Präsident von Südafrika jedoch seine neue Regierung und die First Lady vorgestellt.

Durch das Kabinett kann man genau erkennen, in welche Richtung es demnächst für Südafrika gehen wird. Hier lässt sich ein eindeutiges Zeichen nach links ablesen. Im gleichen Atemzug hat Zuma auch den bisherigen Finanzmister Trevor Manuel im Alter von 53 Jahren und nach 13 Jahren im Amt entlassen. Er war es jedoch, der Südafrika zuletzt geschickt durch die Finanzkrise geführt hatte. Jetzt könnte eine neue Verschuldung Südafrikas auf das Land zukommen, denn Zuma hatte versprochen, ein flächendeckendes Gesundheitssystem zu etablieren und hunderttausend neue Jobs zu schaffen. Generell gab es im Kabinett einige Veränderungen. Auch Barbara Hogan wurde aus ihrem Amt der Gesundheit entlassen. Hogans Nachfolger wird der weitgehend unbekannte Erziehungsminister der Limpopo-Provinz, Aaron Motsoaledi. Neuer Vizepräsident ist Kgalema Motlanthe. Der Chef der kommunistischen partei Südafrikas, Blade Nzimande, wird im künftig geteilten Bildungsministerium für „höhere Bildung“ zuständig sein. Und Sizakele Khumalo begleitet Jacob Zuma demnächst bei allen Amtsantritten als First Lady.

Die neue First Lady wird gesucht

Mai 7, 2009 by  
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Nachdem Jacob Zuma offiziell zum Präsidenten von Südafrika erklärt wurde, gibt es jetzt ein neues Rätsel zu lösen. Es ist noch nicht bekannt, wer die neue First Lady des Landes wird, denn Zuma ist offensichtlich mit zwei Frauen verheiratet.

Bereits im Jahre 1973 hat Zuma seine erste Frau geheiratet. Die lebt eher zurückgezogen und zeigt sich nur sehr selten mit ihm. Deshalb denken viele, dass seine zweite und auch jüngere Frau die neue First Lady wird. Spätestens am Samstag muss es jedoch eine Entscheidung geben, denn dann soll die Vereidigung des Präsidenten sein. Dann ist auch klar, welche Frau bei offiziellen Anlässen immer an seiner Seite stehen wird. Seine erste Frau lebt immer noch im Heimatdorf von Zuma und scheut die öffentlichen Auftritte sehr. Die wesentlich jüngere Ehefrau scheut diese Auftritte jedoch nicht und zeigt sich gern an seiner Seite. Deshalb wird die Wahl auch hier wohl eindeutig ausgehen.

Die 34-Jährige nahm Zuma erst im letzten Jahr zu seiner Frau. Die Hochzeit wurde sehr traditionell gefeiert und schon hier stand die junge Dame in der Öffentlichkeit. Sie war schon bei vielen öffentlichen Ereignissen dabei, so auch bei Zumas Stimmabgabe bei der Parlamentswahl am 22. April. Zuma könnte sich jedoch auch von seiner Tochter begleiten lassen. Dudzile ist eines seiner 18 Kinder und hat sich ebenso schon mehrfach in öffentlichen Auftritten geübt. Spätestens am Samstag wird die Entscheidung wohl feststehen, welche Frau ihn zukünftig immer begleitet und welche man als Frist Lady von Südafrika sehen kann.

Wir helfen Afrika – Städte aus Baden-Württemberg helfen bei der WM 2010

April 24, 2009 by  
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32 Städte aus Baden-Württemberg helfen bei der WM 2010 Kindern in Afrika – Im württenbergischen Allgäu haben Giovanni Granziera, Christian Skrodzki und Dr. Igor Wetzel im Anschluss an die WM 2006 die Initiative Wir helfen Afrika initiiert.

Schon 2006 hatten die Drei und ihr Freund Wolfram Dreier mit dem Projekt „Wangen hilft Togo“ (www.wangen-hilft-togo.de) gezeigt, dass sich Sportbegeisterung und Hilfsbereitschaft sehr gut verbinden lassen. In der Stadt Wangen im Allgäu sammelten sie soviel Spenden, dass zwei Kinder aus Togo während der WM 2006 in Deutschland operiert werden konnten.

„Wir hatten bei der WM 2006 so viel Spaß mit unserem Projekt, dass wir unbedingt auch was zur WM 2010 in Südafrika machen wollen. Und dann haben wir völlig überraschend noch den Bambi für unser Projekt verliehen bekommen“, sagt der Vorstand des Vereins Wir helfen Afrika Dr. Igor Wetzel. Für die Macher von Wangen hilft Toge stand damit fest: Was in einer Stadt funktioniert hat, wird auch in 32 Städten in Baden-Württemberg zum Erfolg.

Spenden für Afrika

Die Vier haben mit weiteren Freunden den Verein Wir helfen Afrika gegründet. Gemeinsam motivieren sie jetzt 32 Städte in Baden-Württemberg Spenden zu sammeln, so dass mit dem Geld während der WM 2010 in Südafrika 32 Kinder operiert werden können. Neben den Städten Aalen, Leutkirch, Mannheim, Biberach, Stuttgart, Friedrichshafen haben schon viele andere Städte ihre Teilnahme zugesagt. Auch das Wiesental im Süd-Schwarzwald ist dabei.

32 Städte machen mit – Kinder sollen operiert werden

Die Idee von Wir helfen Afrika ist einfach: In 32 Städten sollen Vereine, Bürger und Unternehmer mit einem Prominenten aus der Stadt Spenden sammeln, um damit ein Kind in Afrika zu operieren. „Für die Operation eines Kindes benötigen wir von der Stadt 8 000 Euro“, sagt der Vorstand des Vereins Christian Skrodzki. Die Kosten halten die Verantwortlichen gering, denn sie haben ein internationales Ärzteteam zusammengestellt, das kostenlos die Kinder operieren wird. Wenn eine Stadt mehr als 8 000 Euro sammelt, kommt das Geld einem Projekt aus Afrika zu Gute. Dazu muss die Stadt vorher ein Projekt benennen, an das der Spendenüberschuss überwiesen wird.

So eine Idee lebt von vielen Begeisterten. Bis jetzt konnte der Verein Wir helfen Afrika schon zahlreiche Menschen überzeugen mitzumachen. Neben dem Ärzteteam setzen sich in ganz Baden-Württemberg auch Unterstützer freiwillig und unentgeltlich für Wir helfen Afrika ein. Beispiele dafür sind der ehemalige VfB Stuttgart-Spieler Helmut Roleder, die Ehrenamtsexpertin Cornelia Fink, die Marketingassistentin Kathrin Schuch und viele mehr.

So viel Engagement hat auch den Ministerpräsidenten aus Baden-Württemberg überzeugt. Er hat dem Verein schon nach der WM 2006 zugesichert die Schirmherrschaft über Wir helfen Afrika zu übernehmen. „Wir waren total überrascht, dass Herr Oettinger auf uns zugekommen ist und angeboten hat die Schirmherrschaft zu übernehmen“, sagt Dr. Wetzel. Das Projekt hat den Ministerpräsidenten überzeugt. Schließlich ist er selbst leidenschaftlicher Fußballer und hat ein großes Herz für Afrika.

Starker Andrang bei der Wahl in Südafrika

April 23, 2009 by  
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Gestern fand die vierte Parlamentswahl in Südafrika statt. Dabei wurde vorher ein starker Wahlkampf betrieben, der scheinbar viele Menschen in die Wahllokale lockte. Der Andrang war sehr groß und die Wahlzeit musste verlängert werden.

Etwa 80 Prozent der Bevölkerung sollen an der Wahl teilgenommen haben. Dennoch sind die Stimmzettel im Laufe des Tages knapp geworden. Etwa zwei Millionen zettel musste schnell nachgedruckt werden, damit auch alle Menschen vor den Wahllokalen ihre Stimme abgeben konnten. Die Abgabe der Stimmen hat bis in die Nacht gedauert. Bei dieser Wahl wird die neue Besetzung der Nationalversammlung und der Regionalparlamente festgesetzt. Seit 1994 regiert nun schon die Partei ANC, mit ihrem jetzigen Anführer Jacob Zuma. Obwohl dieser in der letzten Zeit sich großen Anschuldigungen stellen musste, rechnen die Wahlexperten mit einem Sieg. Die Zweidrittelmehrheit könnte jedoch auf der Kippe stehen. Sollte dies geschehen, kann die Partei keine Verfassungsänderung mehr im Alleingang durchführen.

Nach den ersten Auszählungen liegt die ANC erwartungsgemäß in Führung. Erst in den nächsten Tagen wird jedoch das Ergebnis bekanntgegeben. Bisher kam die Partei auf 60,6 Prozent der Stimmen. Die zweitstärkste Partei ist die Demokratische Allianz (DA) mit 21,88 Prozent der Stimmen. Doch auch die neue Partei COPE konnte knappe acht Prozent der Stimmen erhalten. Die letzten Wahllokale haben mittlerweile auch geschlossen. Mit Spannung erwarten nun alle Südafrikaner, ob die ANC noch die Zweidrittelmehrheit bekommt.

Wahlen und schwere Zeiten

April 20, 2009 by  
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Obwohl auch in Südafrika die Wirtschaftskrise Einzug hält, kümmern sich die Politiker momentane mehr um die anstehenden Wahlen, als um die Wirtschaft im Land. Die Aktien haben fast 40 Prozent an Wert verloren und auch die Währung des Landes hat bereits eingebüßt.

Am Mittwoch finden endlich die Präsidentschaftswahlen statt, bei denen sich auch der umstrittene Kandidat Zuma zur Wahl stellt. Gleichzeitig wird auch ein neues Parlament gewählt. Mitten in der Krise beschäftigt die Politiker jedoch nur der Ausgang der Wahl. Von Interesse ist hier vor allem, welche Partei gewinnt und ob es in der nächsten zeit auch eine Besserung für die Wirtschaft geben wird. Die Kritiker sind der Meinung, dass selbst bei gewonnen Wahlen, die neue Regierung nichts gegen die Wirtschaftskrise unternehmen wird. Zuma ist vielmehr bedacht, seine Umverteilungspolitik durchzuführen. Dennoch geht es momentan am Kap um das Überleben der Wirtschaft. Nach den Wahlen muss sofort gehandelt werden, um Südafrikas Wirtschaft noch zu retten.

Obwohl die folgende Fußball-WM im nächsten Jahr die Wirtschaft wieder nach vorn bringen sollte, sieht es momentan so aus, als würden die Baukosten das Land nur belasten. Zudem macht die hohe Kriminalität dem Land zu schaffen und der neue Präsident hat alle Hände voll zu tun, die Ordnung wieder herzustellen. Auch die Rassenpolitik wird in den nächsten Tagen ein großes Thema sein. Momentan können die Südafrikaner jedoch nichts anders tun, als den Mittwoch abzuwarten und zur Wahl zu gehen. Erst dann werden die nächsten Schritte zum Aufbau des Landes unternommen.

Südafrika streitet sich

April 14, 2009 by  
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Mit der Einstellung des Prozesses gegen den ANC-Chef Zuma ist in Südafrika ein neuer Streit ausgebrochen. Das Land steht vor der wichtigsten Wahl seit 1994 und es kommt voraussichtlich zu einer Schlammschlacht zwischen der Opposition und der treuen ANC Anhänger.

Obwohl Südafrika momentan auch andere Herausforderungen zu bekämpfen hätte, muss sich das Land dem Wahlkampf stellen. Nachdem der Prozess niedergelegt worden ist, zeichnet sich immer mehr ein großer Streit ab. Knapp zwei Wochen vor der Wahl spiegelt sich der tiefe Graben der Nation wieder, da die Opposition mit allen Mitteln verhindern will, dass Zuma der nächste Präsident wird. Die meisten Hoffnungen auf einen positiven Ausgang sind jedoch nach dem geschlossenen Prozess nun verloren. Zuma selbst verkündet seit der Verhandlung immer wieder, dass sein Gewissen rein ist und er sich nichts vorzuwerfen hat. Zudem versichert er auch, dass er keinen Groll gegen seine Gegner hegt. Dennoch sieht Zuma vor, den ehemaligen Staatschef Thabo Mbeki und dessen Gefolgsleute vor Gericht zu zerren.

Dabei hat Südafrika genügend andere Sorgen, die momentan von der Schlammschlacht in der Politik verdeckt werden. Es wäre verhängnisvoll, wenn bis zum 22. April keine Handlungsfreiheit mehr besteht. Außerdem hat auch die globale Wirtschaftskrise zunehmen in Südafrika Einzug gehalten. Die Wirtschaft hat nun zu bangen. Zudem steht auch die Kriminalität ganz oben auf der Liste und muss weiter bekämpft werden. Keine Partei hat im Wahlkampf eine Lösung für dieses Problem. Genaueres Vorgehen kann man erst nach dem 22. April erwarten.

Prozess gegen Zuma wird eingestellt

April 7, 2009 by  
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Seit acht Jahren wird bereits das Korruptionsverfahren gegen Jacob Zuma geführt. Vor kurzem wurde jedoch die Meldung bekanntgegeben, dass das Verfahren eingestellt wird und Zuma nun nicht mehr belastet ist.

Der Direktor der Strafverfolgungsbehörde sprach die entscheidenden Worte aus, welche die Ermittlungen und das Verfahren gegen den möglich zukünftigen Präsidenten von Südafrika einstellen. Die Gründe für diese Entscheidung lagen vor allem darin, dass es im Verfahren zu Manipulationen gekommen ist. Es ist nun nicht mehr möglich und auch nicht wünschenswert mehr gegen den 66-Jährigen zu ermitteln. Der Vorwurf gegen ihn war hauptsächlich Bestechlichkeit bei einem Waffengeschäft. Nachdem das Verfahren jedoch eingestellt wurde, darf Zuma sich zur Wahl des Präsidenten stellen.

Von der Bevölkerung und auch von der politischen Opposition gab es jedoch Stimmen gegen Einstellung der Ermittlungen. Teilweise wurde diese Entscheidung auch als Skandal bezeichnet, da einige Menschen mehr Freiheiten haben als andere. Und im Grunde war das komplette Verfahren sehr dubios gewesen. Dennoch wird jetzt der Wahlkampf angeheizt, denn in schon zwei Wochen tritt Zuma gegen die anderen Politiker an. Vor allem die Anhänger der neuen COPE Partei demonstrierten gegen die Entscheidung. Sie wollen versuchen, alle weiteren Gegner mobilzumachen und gegen Zuma zu stimmen. Die Zuma-Aktivisten hingegen feierten seine Rückkehr und rühren in den nächsten Tagen ordentlich die Werbetrommel.

Friedenskonferenz abgesagt

März 26, 2009 by  
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Die geplante Friedenskonferenz in Südafrika wurde jetzt abgesagt. Erst kürzlich machte das Gastgeberland der Fußball WM auf sich aufmerksam, indem der Dalai Lama kein Visum bekam und zu Konferenz nicht eingeladen wurde. Jetzt findet sie generell nicht statt.

Das Organisationskomitee der Konferenz habe im Sinne des Friedens entschieden. Sie sollte nicht unter diesen Bedingungen stattfinden und deshalb wurde die Konferenz bis auf weiteres verschoben. Es sollen erst bessere Bedingungen herrschen, unter denen die Konferenz dann beginnen kann. Normalerweise sollten in den nächsten Wochen mehrere Friedenspreisträger darüber diskutieren, wie man die Fußball WM nutzen kann, um den Rassismus und die Fremdenfeindlichkeit einzudämmen. Dass der Dalai Lama jedoch kein Einreise-Visum erhalten hat, löste große Entrüstung aus. Mehrere Teilnehmer hatten wegen des Streits und aus Protest auch die Teilnahme abgesagt. China hingegen hatte nichts gegen die Verweigerung der Einreise, aufgrund von territorialer Integrität.

Ein anderer Grund für die Ausladung des Dalai Lamas könnte auch der ANC Wahlkampf gewesen sein. In den nächsten vier Wochen möchte die Partei alles in einen möglichen Gewinn stecken. Die kommunistische Partei Chinas sollte diesen Wahlkampf mitfinanzieren. Allerdings muss sich die Partei anstrengen, da ein starker Gegner, die COPE, bereits wartet. Eine Zweidrittelmehrheit wird die ANC deshalb nicht mehr bekommen können. Den Dalai Lama könnte die Regierung deshalb momentan im Land nicht gebrauchen. Genaue Aussagen, vonseiten der ANC gibt, es jedoch nicht. Man begründete die Ablehnung des Visums nur damit, dass es nicht im Interesse Südafrikas sei, den Dalai Lama einreisen zu lassen.

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