Südafrika war das Land der Fußball WM 2010

Börsenkrise durch Dubai

Dezember 16, 2009 by  
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Die Probleme der Dubai-Krise belasten auch Südafrika enorm. Somit ist die Börse in Johannesburg in finanzielle Turbulenzen geraten und muss dem gewissen Druck standhalten. Grund dafür ist, dass einige südafrikanische Unternehmen auch im Emirat aktiv sind. Sogar die größte Baufirma des Landes ist von der Börsenkrise betroffen.

dubaiDer Johannesburg Stock Exchange, auch kurz JSE genannt, kann nur noch vom relativ hohen Goldpreis gestützt werden. Letzte Woche hatte dieser kurzzeitig auch die Marke von 1200 Dollar pro Unze überschritten, wobei er mittlerweile wieder fast 100 Dollar zurückgegangen ist. Momentan bewegt er sich unter 1140 Dollar pro Unze. Dennoch befindet sich der Goldpreis schon seit mehreren Wochen auf diesem Höhenflug. Im November konnte das Edelmetall schon alleine 15 Prozent an Wert zulegen. Allerdings haben die südafrikanischen großen Goldförderer die Anglogold, Ashanti oder Gold Fields nicht von den Preisen profitieren können, da sich die Währung Rand immer noch sehr gut hält und stark geworden ist. Die Abbaukosten am Kap fallen in Rand an, doch auf dem Weltmarkt wird der Goldpreis nur in Dollar gehandelt. Auch die Diamantförderer befinden sich in Südafrika derzeit unter Druck durch die Börsenkrise in Dubai. Für das gesamte Jahr in Südafrika wird ein Rückgang der Wirtschaftsleistung von zwei Prozent etwa erwartet. Allerdings ist gleichzeitig auch die Inflation gefallen und bewegt sich bald wieder in einem Rahmen, der von der Regierung für angenehm befunden wird.

Daimler produziert Busse für Südafrika

August 20, 2009 by  
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Der große Konzern Daimler hat jetzt einen Auftrag bekommen, 125 Zubringerbusse für Südafrika zu fertigen. Dieser Auftrag steht eng in Verbindung mit dem Gautrain-Schnellbahnprojekt.

Bisher fehlt es in Südafrika noch an einigen Verkehrsmitteln, um die vielen Menschen zur Fußball-WM auch transportieren zu können. Daher wurde jetzt auch die Daimler Ag beauftrag 125 Busse bis Mitte 2010 zu liefern. Diese sollen die Bahnstrecke Geutrain entlasten. Sie verbindet Johannesburg über Sandton mit Pretoria und dem Internationalen Flughafen Johannesburg (Oliver Tambo International Airport). Gerade hier wird eine enorme Menschenmasse erwartet. Daher muss das Angebot auf den Schienen noch zusätzlich mit Bussen unterstützt werden. Die vorhandenen Busse sind jedoch auf den ländlichen gebieten und in der Stadt im Einsatz. Mit den Bussen kann man aber auch andere Zubringer und Verkehrswege erreichen, sodass man während der WM sehr flexibel sein kann in der Umgebung von Johannesburg.

Siemens erhält Aufträge in Südafrika

Juli 13, 2009 by  
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Die Siemens AG hat jetzt große Aufträge aus Südafrika bekommen und profitiert dabei von Summe in der höhe von einer Milliarde Euro. Der Großteil der Aufträge hat mit der Weltmeisterschaft 2010 zu tun.

Siemens muss sich jetzt mit dem Ausbau der Energieinfrastruktur in Südafrika befassen. Erst in der letzten Woche konnte das Unternehmen bestätigen, die Aufträge in Südafrika bekommen zu haben. Siemens rechnet jedoch noch mit weiteren Aufträgen, denn es handelt sich hier um Aufträge, die das Unternehmen im Vorfeld der WM in den vergangenen Jahren erhalten hat. So finden zahlreiche Projekte zu Energieerzeugung statt und das Unternehmen beteiligt sich auch an dem Verkehrsmanagement für den öffentlichen Nahverkehr. Read more

Neue Arbeitsplätze für Südafrika

Juni 4, 2009 by  
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Bereits schon während der Wahlen hat der südafrikanische Präsident Jacob Zuma neue Arbeitsplätze am Kap versprochen. Insgesamt wollte er 500.000 neue Stellen schaffen und die Menschen mit Arbeit versorgen.

Im April bestätigte der neue Staatschef von Südafrika seinen Plan von den neuen Arbeitsplätzen und festigte dies in einer Rede. Vor kurzem hat der Präsident auch bekanntgegeben, dass das Land erstmals seit 1992 in eine Rezession geraten sei. Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise belastet auch Südafrika massiv, allerdings hier nur im geringen Maß im Vergleich zu anderen Ländern. Südafrika will jetzt die Regeln für den Banksektor noch mehr verstärken, denn diese sind der Grund, warum die Finanzkrise noch nicht zu sehr greifen kann. Im Wahlkampf hatte Zuma, Chef der Regierungspartei ANC, vor allem den Armen ein besseres Leben versprochen. Diesen Anspruch hat er jetzt erneut bekräftigt. „Der Kampf gegen die Armut bleibt der Eckpfeiler, auf den sich unsere Regierung konzentriert“, sagte er. Weiterhin sollen jetzt die bürokratischen Hürden für die kleinen Unternehmen weiter abgebaut werden, sodass es mehr Selbstständige geben kann. Und Zuma möchte auch die wirtschaftliche Förderung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit vorantreiben. Wie er jedoch die neuen Arbeitsplätze schaffen will, ist noch nicht erläutert worden.

Das Aus für den VW Golf in Südafrika

Mai 22, 2009 by  
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In Deutschland gibt es schon die sechste Generation des VW Golf. In Südafrika hingegen wird immer noch die erste Generation produziert und ist am Kap so beliebt wie noch nie.

Im Jahr 1978 verließen die ersten Modelle die Fabrik in Südafrika. Der einzige Unterschied zu den heutigen Modellen ist ein serienmäßiges Radio und Airbags. Optisch wurden nur kleine Veränderungen durchgeführt. Die Ecken und Kanten sind jedoch geblieben. Bis heute ist der Klassiker unter dem Namen Citi Golf bekannt und wird stark vermarktet. Bis Ende August oder Anfang September soll die Produktion des beliebten Fahrzeugs jedoch eingestellt werden. „Wir werden zweifellos einige negative Reaktionen erhalten, weil der Wagen noch viele Fans hat“, ahnt Südafrikas VW-Chef David Powels bereits. Und Recht wird er behalten, denn der Golf erfreut sich großer Beliebtheit in Südafrika und ist für die Bevölkerung nicht mehr wegzudenken. Das Werk in Südafrika richtet sich jedoch neu aus. Deshalb ist für die Produktion des alten Golfs kein Platz mehr. Der neue Polo soll hier ein Ersatz sein.

Europäische Firmen in Südafrika

April 1, 2009 by  
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Die anstehende Fußball WM und die Vorbereitung beschäftigt nicht nur die einheimischen Firmen, sondern auch ausländische Unternehmen. Dafür werden selbst in Deutschland viele neue Arbeiter benötigt.

Die Firma Eschenbach hat momentan 300 Mitarbeiter. Zur kommenden Fußball WM im Sommer 2010 soll sie in neun Städten von Südafrika Zeltstädte aufbauen. Diese besitzen insgesamt eine Fläche von etwa 80.000 Quadratmetern. Zehn Fußballstadien werden mit den Zelten ausgestattet. Der Auftrag kostet rund sieben Millionen Euro und kurbelt damit nicht nur die Wirtschaft in Südafrika an. Der Geschäftsführer der Firma schwärmt von dem Auftrag. Es sei der Größte in der bisherigen Firmengeschichte. Read more

Saudi-Arabien kämpft für die WM 2010

März 2, 2009 by  
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Jose Peseiro ist neuer Nationaltrainer der Fußballmannschaft aus Saudi-Arabien. Er will das Land und die Nationalelf zur WM 2010 führen und sich qualifizieren. Peseiro selbst ist jedoch kein Einheimischer, sondern kommt aus Portugal.

Der frühere Trainer Nasser Al-Johar ist erst vor Kurzem zurückgetreten und die Fußballmannschaft brauchte eine neue starke Führung. Bisher konnte Saudi-Arabien zwar schon drei mal Asienmeister werden, doch es reichte noch nicht für einen WM-Sieg. Der neue Trainer legt jedoch erst einmal Wert auf die Qualifikation.

Jose Peseiro ist 48 Jahre alt und hat schon die Mannschaften Sporting Lissabon, Panathinaikos Athen und Rapid Bukarest trainiert. Er ist bereits der zwanzigste Trainer für die Nationalmannschaft in Saudi-Arabien. 1994 konnte sich das Land für das Achtelfinale qualifizieren. Bisher stehen die Chancen für eine WM-Qualifikation sehr gut. Der neue Trainer ist schon in der Hauptstadt Riad angekommen und freut sich auf seine neue Aufgabe. Die WM 2010 scheint noch sehr spannend zu werden, da auch in Deutschland noch nicht alle Spieler feststehen. Joachim Löw bleibt jedoch als Trainer erhalten.

Nummer drei als Goldproduzent

Februar 13, 2009 by  
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Südafrika gehörte schon immer zu den führenden Goldproduzenten. Mittlerweile ist das Land auf Platz drei der Rangliste abgestiegen. Grund dafür sind vor allem die Krisen des Landes. Vor dem Jahr 2007 war Südafrika noch der führende Goldhersteller.

Seit kurzem liegen die Zahlen für das Jahr 2008 vor und es ist eindeutig, dass Südafrika den Rang als bester Goldproduzent verloren hat. Das einst so wirtschaftliche Land liegt jetzt hinter China und den Vereinigten Statten von Amerika. Im Vergleich zum Vorjahr musste Südafrika eine Einbuße von 10,7 Prozent erleiden. Alleine der Dezmeber ziegt vernichtende Zahlen für das Land. Doch Südafrika ist nicht der einzige Produzent, der Ende letzten Jahres hohe Einbußen hatte. Alle Goldminen litten unter der damaligen Situation.

Spezielle Gründe in Südafrika waren vor allem Fachkräftemangel und die Energiekrise des Landes. Viele Minen hatten einen enormen Produktionsausfall. Hinzu kam eine Auflage, dass die Minen 10 Prozent des normalerweise benötigten Strom sparen sollten. Nach einigen Aufständen konnten diese 10 Prozent auf fünf korrigiert werden. 2008 jedoch musste der Goldabbau massiv eingestellt werden. Der Strom floss teilweise nur als Notversorgung. Dennoch ist und bleibt Gold ein Hauptbestandteil der Südafrikanischen Wirtschaft. Der Bergbau macht etwa fünf Prozent des Brutto-Inlandprodukts aus.

Wein feiert 350. Geburtstag

Februar 5, 2009 by  
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Der südafrikanische Wein ist sehr bekannt und ein Exportschlager. Diese Woche konnte er den 350. Geburtstag feiern und eine bisher grandiose Erfolgsgeschichte erzählen. In Kapstadt begann die Produktion und bis heute gehört das afrikanische Land zum neuntgrößten Weinproduzenten auf der Welt.

Jan van Riebeck war Sehfahrer und hatte in Kapstadt oftmals einen kleinen Zwischenstopp eingelegt. Er ließ die ersten Beeren auspressen und sorgte für einen süßen Wein, der selbst Napoleon nicht fremd war. Auch dieses Jahr kann sich Südafrika wieder auf ein Weinjahr freuen, das unter einem Jubiläum steht. Die Weinberge sind gut behangen und die Lese hat begonnen. Die Rotweine sollen nach eigenen Aussagen der Weinhändler sehr gut werden. Auch die Rieslinge werden immer besser und entwickeln sich langsam zu einem begehrten edlen Tropfen.

Selbst zur Fußball WM 2010 sollen die wohlschmeckenden Weine ausgeschenkt und bekannt gemacht werden. Bisher stehen 2000 Weinkellner in der Ausbildung, um die vielen Touristen später versorgen zu können. Die Pinotage ist dabei eine ganz besondere Rebsorte und wird den Schülern ans Herz gelegt. Sie gibt es einzig und allein am südafrikanischen Kap und ist ein sehr begehrtes Produkt.

Früher stammten die Reben und Sorten aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Mittlerweile hat sich der Export um ein Vielfaches gesteigert und trägt rund zwei Milliarden Euro zum Brutto-Inlandsprodukt bei. Dabei zählt Südafrika fast 4300 verschiedene Weinsorten und beschäftigt über 200.000 Menschen an den Reben. Auch Deutschland ist ein wichtiger Kunde der feinen Weine. Im vergangenen Jahr konnten bis zu 400 Millionen Liter exportiert werden und dennoch zählt die Weinwirtschaft nicht zum Hauptbestandteil des Handels.

Der Wahlkampf und die Krise

Februar 3, 2009 by  
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Auch in Südafrika herrscht eine Finanz- und Wirtschaftskrise. Nach dem langen Wirtschaftsaufschwung ist das ein herber Rückschlag für die Regierung und die Bevölkerung. Dennoch sind die geplanten Veränderungen und Maßnahmen abhängig vom Wahlkampf im April.

Die Parteien müssen sich beginnen klar zur Wirtschaft zu positionieren. Sie haben ein Modell vorzustellen und Maßnahmen zur Verbesserung der Lage. Doch auch nicht politische Verbände, wie Gewerkschaften und Medien nutzen den Wahlkampf um gewisse Forderungen zu stellen. Die momentane Situation wird von einer hohen Arbeitslosigkeit und Unzufriedenheit begleitet. Gerade der Berg- und Minenbau muss unter den Auswirkungen der Krise leiden. Viele Beschäftigte werden weiter entlassen.

Die Regierung geht davon aus, dass die Krise noch nicht den Höhepunkt erreicht hat. Es werden noch weitere Stellen gestrichen werden. Die Ursache dafür ist jedoch nicht nur die Finanzkrise, sondern auch der eingeschränkte Zugang zu Krediten und der Rückgang der Nachfrage. Die Produktionskosten sind gestiegen, wobei der letztendliche Preis weiter nach unten fällt. Der Abwärtstrend in der Wirtschaft ist kaum noch aufzuhalten.

Am schlimmsten ist die Krise auch in der Automobilindustrie. Die Nachfrage ist im letzten Jahr um 35 Prozent gesunken. Viele Niederlassungen mussten Arbeiter kündigen oder gänzlich schließen. Der momentane Präsident Motlanthe zeigt sich sehr besorgt, doch er ändert an der momentanen Besetzung des Finanzministeriums nichts. Konjunkturprogramme oder Staatsinterventionen lehnt er gänzlich ab. Er rechnet dennoch mit einer Besserung mahnt jedoch die Bevölkerung, dass das Wirtschaftswachstum langsam gehen wird.

Die globale Finanzkrise scheint keine zu große Rolle im Wahlkampf 2009 zu spielen. Die Regierungspartei ANC hat bereits ihre Vorstellungen und das Wahlprogramm vorgelegt. Dabei sollen mehr Arbeitsplätze geschaffen werden, mehr Geld für Bildung soll investiert werden, Gesundheit und die ländliche Entwicklung soll vorangetrieben werden. Außerdem steht der Kampf gegen die Kriminalität im Vordergrund. Kurzfristige Konjunkturpakete oder Investitionen sind jedoch nicht geplant. Gemeinsam mit den Arbeitgebern sollen neue Arbeitsplätze geschaffen werden und hohen Zahlen müssen gesenkt werden.

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