Südafrika war das Land der Fußball WM 2010

Bau des WM-Stadions Soccer City in Johannesburg

März 9, 2009
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In Johannesburg plant die FIFA mehrere Spiele der WM 2010 austragen zu lassen. Doch momentan kann man in der Stadt noch nicht wirklich erkennen, wo die Spiele alle Stattfinden sollen. Johannesburg liegt im Bau des Stadions noch weit zurück. Über die WM-Stadien 2010 habe ich hier schon mehrmals berichtet.

Um die Bauarbeiten weiter voranzutreiben und rechtzeitig realisieren zu können sind Experten aus Europa gefragt. Das Unternehmen Rieder Smart Elements aus Österreich ist zusammen mit der Metallbau Firma Valenta für die Fassade des Stadions verantwortlich. Insgesamt werden für diesen Auftrag zehn Millionen Euro eingeplant. Die Fassade soll komplett aus Glasbeton bestehen und hinter ihr finden sowohl das Eröffnungsspiel, als auch das Endspiel der Fußball-WM statt.

Die Firma Rieder hat mir freundlicherweise folgende Fotos vom Stadionbau zur Verfügung gestellt:

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Der Betonproduzent Rieder konnte sich schon auf der EXPO 2008 in Spanien einen Namen machen, in dem er mit dem „Zaragoza Bridge Pavillon“ ein Großprojekt realisiert hat. Beim Projekt in Südafrika kann sich das Unternehmen erneut beweisen. Soccer City wird das größte Stadion in dem Land sein und über 95.000 Fans werden Platz haben. Die Bauarbeiten gehen mit großen Schritten voran und die Bauleiter sehen keine Gründe, dass das Stadion nicht rechtzeitig fertig werden soll.

Das Gebäude alleine wird sehr modern und wurde mit den höchsten Anforderungen konstruiert. Sowohl optisch, als auch technisch soll das Stadion ein Wahrzeichen von Südafrika werden. Von außen werden die typisch afrikanischen Farben zu sehen sein. Insgesamt umfasst die Außenhülle 43.000 Quadratmeter und wird ausschließlich aus Beton und Stahl gefertigt. Hergestellt werden diese Elemente in Bayern und in Südafrika lediglich montiert. Das Dach der neuen Fassade wird aus transparenten Polycarbonat-Elementen bestehen. Für die Fassade wird der Glasfaserbeton verwendet, wobei insgesamt 2.100 Module an die Fassade angebracht werden müssen. Diese sind 13 Millimeter stark und halten sämtliche Witterungen Stand. Außerdem entsprechen die Materialien sämtlichen Sicherheitsstandards, die nicht nur für die WM festgelegt wurden.

Die europäischen Unternehmen sind stolz diesen Auftrag bekommen zu haben und konnten sich zwischen mehreren internationalen Bewerbern durchsetzen. Dabei wurde nicht nur auf das Äußere gedacht, sondern auch Ökologie spielte eine große Rolle. Die Herstellung der Materialien sind sehr günstig und verbrauchen wenig Energie. Die gesamte Umsetzung der Fassade soll in 12 Monaten vollendet sein. Derzeit werden 3.000 Mitarbeiter in Südafrika beschäftigt, die bei der Montage helfen sollen. Die Fertigstellung war für Januar 2009 vorsehen. Wann es jedoch eröffnet wird, ist noch nicht bekannt. Bis zur Fußball-WM werden es die Firmen jedoch rechtzeitig schaffen. Aufgrund der besonderen Farbgebung wird das Stadion auch der „African Pot“ genannt. Insgesamt kostet der Bau etwa 205 Millionen Euro.