Südafrika war das Land der Fußball WM 2010

Dalai Lama unerwünscht in Südafrika

März 24, 2009
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In Johannesburg findet bald eine Friedenskonferenz statt, an der der Dalai Lama nicht teilnehmen darf. Der Präsident Kgalema Motlanthe sieht noch nicht den richtigen Zeitpunkt für einen Besuch, wenn man vor allem die Bedeutung der Beziehung zu China mit einbezieht.

Bei der Friedenskonferenz soll auch das Augenmerk auf die Fußball-WM 2010 gelegt werden. Dabei wird der Beitrag des Sports zur Völkerverständigung in Südafrika betrachtet. Der Rassismus soll weiter überwunden werden und auch bei der WM nicht mehr im Vordergrund stehen. Zur Konferenz sind mehrere Nobelpreisträger eingeladen worden. Der Dalai Lama jedoch nicht. Er ist das geistliche Oberhaupt der Tibeter und konnte 1989 den Friedensnobelpreis bekommen, als er einen gewaltlosen Kampf gegen China anführen konnte. Dabei gingen etwa 4000 Tibeter auf die Straßen und demonstrierten nach Angaben der tibetischen Exilregierung vor einer Polizeistation im Nordwesten Chinas. Dabei haben sie nichts weiter getan, als vor der Polizeiwache in der Provinz Qinghai zu rufen, „Sieg für Tibet“ und „Lang lebe der Dalai Lama“.

Ob sich die Meinung des Präsidenten bezüglich der Ausladung des Dalai Lama ändert, ist noch unklar. Ein Sprecher hatte erst vor kurzem bestätigt, dass er in Südafrika nicht erwünscht ist. Die Fußball-WM birgt große Hoffnung für Südafrika. Die Menschen könnten einen besseren Zusammenhalt bekommen und auch die Kriminalität und der Rassismus könnte eingedämmt werden. Selbst in Deutschland im Jahr 2006 hat man merken können, was die Fußball-WM alles verbessern kann.