Südafrika war das Land der Fußball WM 2010

DFB Nationalmannschaft – vor dem Spiel gegen Ghana

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Unsere Nationalmannschaft, die derzeit liebevoll als die „Jungen Wilden“ bezeichnet wird, schlägt sich bislang gut auf dem Fußballfeld in Südafrika. Selbst wenn das Ergebnis gegen Serbien eine knappe Niederlage war, so haben sie zu zehnt doch absolut überzeugenden Fußball gespielt und sich einige Torchancen in Unterzahl erarbeitet.

Auf das heutige „Vorrunden-Endspiel“ sind wir alle besonders gespannt, denn die Nationalelf hat im Spiel gegen Ghana die Möglichkeit, sich aus eigener Kraft fürs Achtelfinale zu kicken. Besonders gefordert ist das junge Team, da die älteren, erfahrenen Spieler wie Michael Ballack fehlen.

Foto: Mesut Özil, große Hoffnung im deutschen Team

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„Die Mannschaft wird geführt von einer Gruppe von vier 25-Jährigen, die eigentlich selbst noch geführt werden müssten“, so der Ex-Bundestrainer und Weltmeister aus dem Jahre 1990 Jürgen Klinsmann in einem RTL-Interview. Klar, dass Klinsmann auf den neuen Kapitän Phillip Lahm, Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski und Per Mertesacker anspielt. Vor vier Jahren hätten „Michael Ballack, Jens Lehmann, Oliver Kahn und Christoph Metzelder“ diese Aufgabe übernommen, erinnert sich Klinsmann.
Mit Michael Ballacks Verletzung hat sich eben auch der Führungsstil in der Nationalmannschaft geändert. Die Verantwortung, die früher alleine auf Ballacks Schultern lag, wurde nun unter den jungen Spielern aufgeteilt. Die „Jungen Wilden“ stehen für einen anderen Führungsstil. Ein „Mannschaftsrat“ wurde gegründet.

„Es ist ein Prozess, den sie durchlaufen, der auch Risiken birgt“, so Klinsi, der mit der DFB-Elf 2006 Weltmeister der Herzen und WM-Dritter wurde. Klar, dass unsere jungen Fußballstars bei dieser WM ganz besonders gefordert sind. Doch was tun, wenn die erfahrenen Leitwölfe sich entweder aus dem aktiven Fußballgeschäft zurückgezogen haben, nicht mehr zum Kader der Nationalmannschaft gehören oder verletzt sind? Unser Team ist jung, relativ unerfahren und dies vor allem auf internationaler Ebene.

Dennoch überzeugt die deutsche Nationalmannschaft mit spielerischem Können, unglaublicher Zuversicht, Kreativität und Motivation nicht nur ganz Fußballdeutschland.
Vermutlich schaut deshalb ganz Fußballdeutschland heute Abend mit größtem Respekt nach Johannesburg, um den „Jungen Wilden“ die Daumen zu drücken. Wir alle hoffen auf eine tolle Vorstellung und selbstverständlich einen Sieg gegen Ghana, denn den „Blackstars“ würde schon ein Unentschieden genügen, um als Gruppensieger die Vorrunde verlassen zu können.