Südafrika war das Land der Fußball WM 2010

Die deutschen Vorrundengegner: ein Blick auf die WM 2014 Gruppe G

In knapp sechs Wochen fällt der Startschuss zur 20. Fußball-Weltmeisterschaft. Höchste Zeit die deutschen Vorrundengegner in der Gruppe G einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Da wären zum einen die Portugiesen, die seit dem kometenhaften Aufstieg von Cristiano Ronaldo, bei großen Turnieren immer zum Kreis der Titelfavoriten zählen. Bei ihren bislang sechs WM-Teilnahmen konnte die Seleção aber noch nichts Zählbares mitnehmen, als bestes Ergebnis steht der vierte Platz bei der Weltmeisterschaft 2006 zu Buche.
In der aktuellen FiFA Weltrangliste belegt Portugal den fünften Platz, bei den Titelquoten der Wettanbieter reicht es dagegen nur zum neunten Rang. Das dürfte nicht nur an der mageren WM-Bilanz der Mannschaft liegen, sondern auch an der Taktik von Nationaltrainer Paulo Bento. Der hat das gesamte Spiel der Seleção auf Superstar Ronaldo zugeschnitten, über Sieg oder Niederlage entscheidet all zu oft die Tagesform von „CR7“. Wenn es dem Gegner gelingt den pfeilschnellen Weltfußballer aus dem Spiel zu nehmen, läuft Bentos System ins Leere.

Bilanz gegen Portugal für Deutschland klar positiv

Deutschlands Bilanz gegen Portugal ist positiv, die DFB-Elf konnte neun von 17 Begegnungen für sich entscheiden, bei fünf Unentschieden und drei Niederlagen. Noch eindeutiger ist der Direktvergleich bei Welt- und Europameisterschaften, seit 2006 standen sich beide Teams dreimal gegenüber und immer hatte Deutschland das bessere Ende für sich.

Bei der WM in Brasilien werden Deutschland und Portugal gleich im ersten Spiel der Gruppe G am 16 Juni aufeinandertreffen. Die DFB-Elf ist in dieser Partie der klare Favorit der Buchmacher, ein Sieg würde wohl den Weg zum angepeilten Gruppensieg ebnen.

WM 2014 Wetten Gruppe G

Wie die oben abgebildete Grafik – zu sehen auf dem Portal fussball-wetten.com – zeigt, gilt die deutsche Mannschaft nach Ansicht der Wettanbieter als klarer Favorit für den Sieg in der Gruppe G. Portugal hat die besten Karten für den zweiten Aufstiegsplatz, den Mannschaften von Ghana und den USA bleibt nur die Rolle als krasse Außenseiter im Kampf um die beiden Plätze im WM-Achtelfinale.

Ghana war schon in Südafrika 2010 deutscher Gruppengegner

Für Ghana, den zweiten Gruppengegner von Jogis Jungs, ist Brasilien erst die dritte WM-Teilnahme. Zum ersten Mal konnten sich die Afrikaner 2006 für die Endrunde qualifizieren und stießen gleich ins Achtelfinale vor. In Südafrika 2010 standen sich DFB-Elf und die Black Stars schon einmal in der Gruppenphase einer WM gegenüber. Damals gewann Deutschland die entscheidende Begegnung in Johannesburg mit 1:0 und zog als Gruppenerster ins Achtelfinale ein, Ghana folgte als Zweiter und scheiterte erst im Viertelfinale nach einem dramatischen Elfmeterschießen an Uruguay.

Die deutsche Öffentlichkeit verbindet Ghana vor allem mit Kevin Prince Boateng, dem Halbbruder von Löws Verteidiger Jerome Boateng. Der Schalker „Prince“ ragt durch seine Führungsqualitäten aus der Elf von Nationaltrainer von Kwesi Appiah hervor, die Black Stars haben aber auch noch andere starke Einzelspieler, wie Michael Essien vom FC Chelsea oder Kwadwo Asamoah von Juventus Turin in ihren Reihen. Die Mannschaft gilt als eingespielt und kampfstark und kann mit ihrem schnellen Offensivspiel für jeden Gegner gefährlich werden. Dennoch geht Deutschland auch in dieser Begegnung als haushoher Favorit der Wettanbieter ins Rennen.

USA setzen mit Klinsmann und Vogts auf deutsche Tugenden

Das ehemalige Fußballentwicklungsland USA kann bereits auf zehn WM-Teilnahmen zurückblicken, der größte Erfolg (Dritter bei der WM 1930) liegt aber schon eine halbe Ewigkeit zurück. Unter der Führung von Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann haben sich die US-Boys auf den 14. Rang der aktuellen FiFa-Weltrangliste vorgespielt, eine beachtliche Leistung für eine Mannschaft ohne echte Stars. Zu den bekanntesten Namen im US-Team zählen Landon Donovan und Jermaine Jones – das war es aber auch schon.

Mit der Verpflichtung von Berti Vogts als Berater hat der US-Verband vor der WM einen echten Coup gelandet. Klinsi und Berti kennen die DFB-Elf natürlich aus dem Effeff, man darf gespannt sein, ob sie daraus Kapital schlagen können. Nicht nur die beiden Ex-Bundestrainer sorgen für einen deutschen Bezug im US-Team, auch fünf Nationalspieler sind in Deutschland aufgewachsen.

Die DFB-Elf gilt in diesem brisanten „deutsch-deutschen Duell“ als übermächtig, ein Selbstläufer wird das dritte Gruppenspiel aber dennoch wahrscheinlich nicht.