Südafrika war das Land der Fußball WM 2010

Erneuerbare Energien für Südafrika

Mai 18, 2009
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In einem Monat beginnt die Probe für die Fußball WM 2010. Doch Südafrika steckt momentan noch in einer Energiekrise. Bei beiden Turnieren soll es keine Stromausfälle geben, nicht nur in den Stadien, sondern auch in den restlichen Teilen der Stadt. Erneuerbare Energien sollen eine kurzfristige Lösung sein.

Bisher gewinnt Südafrika seinen Strombedarf zu 90 Prozent aus Kohle. Somit hat das Land die größten CO2-Emissionen in Afrika. Zur Fußball-WM sind jedoch Versorgungsprobleme vorprogrammiert. Das Kohlenetz und auch die Atomkraft könnten nicht bis 2010 flächendeckend ausgebaut werden. Die Energiekrise soll es Südafrika nun ermöglichen, auch auf erneuerbare Energien umzusteigen und Alternativen für den Kohle- und den Atomstrom zu schaffen. Immerhin hat Südafrika die besten Bedingungen für die Energien. An 300 tagen im Jahr scheint die Sonne und es gibt eine fast 3000 Kilometer lange Küste mit stetigen Winden. Bisher war der grüne Strom jedoch kein großes Thema bei der Regierung. Ende März hat jedoch die nationale Energie-Regulierungsbehörde die Einführung von Einspeisetarifen für regenerativ erzeugten Strom nach dem Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes bekanntgegeben. So sollen in diesem Jahr noch 50 Windräder mit einer Leistung von jeweils zwei Megawatt gebaut werden.

Die Häuser in Johannesburg werden über ein Förderprogramm mit solarbetriebenen Warmwasseranlagen ausgestattet. Die Regierung und auch die Veranstalter für die Fußball Wm haben somit einen optimistischen Blick auf den Confed-Cup und die WM 2010. Außerdem würde man mit der grünen Energie auch genügend Arbeitsplätze schaffen, zum Beispiel bei der Entwicklung einer Solarindustrie. Auch für private Unternehmen gibt es neue Geschäftsideen und Möglichkeiten Geld zu verdienen. Allerdings gibt das eine Jahr bis zur WM nicht genügend Zeit, die Energien auszubauen. Südafrika ist nach wie vor auf die Nachbarländer angewiesen, um einen Stromausfall zu verhindern.