Südafrika war das Land der Fußball WM 2010

Französische Nationalmannschaft unbeliebt

Mai 23, 2010
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Vor über 10 Jahren gewann die französische Nationalmannschaft „Les Bleus“ die Weltmeisterschaft 1998 im eigenen Lande. 2000 folgte dann der Europameisterpokal. Bei der WM 2006 erreichte sie den Titel des Vizeweltmeisters. Doch danach passierte nicht mehr viel, die EM 2008 ging in die Hose.

Als „Underdog“ 1998 gestartet vereinten sich Fußballspieler mit Wurzeln aus Europa, Afrika und Asien im Team – eine kunterbunte Truppe war geboren. Doch von dem Ruhm ist heute nichts mehr geblieben. „Les Bleus“ sind im eigenen Land unbeliebter als je zuvor. Keine Stars mehr, kein Zinedane Zidane. Keine Konterfeis auf T-Shirts oder Kaffeebecher. Drei Wochen vor der WM in Südafrika findet mat auf dem Markt nur wenig Fanartikel, denn keiner will diese haben. Die Zeitungen werden überschattet von Themen wie der Eurokrise und den Filmfestspielen von Cannes. Der Worldcup ist in den Hintergrund gerückt.

49% der Franzosen unterstützen „Les Bleus“ nach wie vor, doch fast genauso viel Prodzent drücken ihren Missmut gegenüber dem Team aus. Selbst Präsident Nicolas Sarkozy ist kein Fan seiner eigenen Mannschaft.

Gründe für diese Unbeliebtheit

Gründe für die Unbeliebtheit der Mannschaft gibt es genügend. Allen voran natürlich die Erfolglosigkeit des Teams – man denke nur an das frühe Ausscheiden bei der EURO 2008. Der Trainer Raymond Domenech kämpft in einer Art Guerillakrieg gegen die Medien an. Diese beschreiben ihn als eiskalt, er habe kein gutes Händchen bei Personalien oder der Taktikauswahl. Sein Verhältnis zum französischen Fußballverband FFF ist angespannt, doch das ist heute ja keine Besonderheit mehr. Jogi Löws Vertrag ist schließlich auch noch nicht verlängert.

Das „alte“ erfolgreiche Team bestand aus älteren Spielern, die nun abgedankt haben. Neue Stars wie Franck Ribery von Bayern München spielen gut, außerhalb des Spielfelds machen Sie aber mit Skandalen auf sich aufmerksam. Ribery soll z.B. eine 17jährige Prostituierte vergewaltigt haben.

Und dann natürlich die Art und Weise, wie es „Les Bleus“ geschafft hat, überhaupt an der WM-Endrunde teilzunehmen. Eine späte Qualifikation und Glück durch ein unberechtigtes „Hand“-Tor. Sie haben betrogen und alle haben es gesehen, ausgenommen der Schiedsrichter . Dieser wird hoffentlich nicht nach Südafrika mitfahren.

Auch international sind die Franzosen bei den Fußballfans unbeliebt. Lediglich Maradonnas Argentinier sind laut einer Umfrage noch unbeliebter. Die Brasilianer dagegen sind die Favoriten auf dem Rasen.

Ausblick nach Südafrika

Die einzige Chance für „Les Bleus“ an Attraktivität zu gewinnen, ist eine erfolgreiche Endrunde in Südafrika zu spielen. In Gruppe A treten Sie gegen Gastgeber Südafrika, Mexiko und Uruguay an. Eine eigentlich lösbare Aufgabe, aber wer weiß, wie das Team sich schlagen wird. Denn gerade die beiden amerikanischen Teams Mexiko und Uruguay spielten eine hervorragende Qualifikation.