Südafrika war das Land der Fußball WM 2010

Keine Gnade für WM-Kriminelle

Mai 25, 2010
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Fußball ist ein Mannschaftssport. Das gilt nicht nur für die Mannschaften, sondern auch für die Fans. Und dass die bei Fußball-Weltmeisterschaften besonders gut feiern können, weiß man nicht erst seit dem nationalen Volksfest bei der vergangenen WM in Deutschland.

Wenn die Stimmung in und vor den Stadien ihren Höhepunkt erreicht, können Fußball-Fans in Feierlaune geraten, die den neutralen Beobachter nur staunen lässt. Leider gibt es aber auch das umgekehrte Extrem. Immer wieder beschädigen Randalierer und Hooligans das Image des friedlichen Fußball-Fans, indem sie Gewalttaten verüben und die sportliche Idee des Fußballs im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen treten. Übelkeit erregende Bilder von randalierenden Kriminellen sind leider immer wieder bei Fußballveranstaltungen zu sehen, das gilt für nationale Ereignisse ebenso wie für internationale. Das südafrikanische Justizministerium will schon im Vorfeld der WM klar machen, dass derlei gewaltbereite Täter keine Gnade erwarten dürfen. Ein eigens für WM-Straftaten eingerichtetes Schnellgericht soll sich während der Weltmeisterschaft ausschließlich um kriminelle Handlungen von WM-Touristen kümmern. Der Sprecher des Justizministeriums Tlali Tlali begründete die Installation des Schnellgerichtes mit den Worten:“Wir wollen vermeiden, dass die bereits bestehenden Gerichte bei der WM zusätzlich belastet werden.“ Die Sondergerichte befinden sich an allen 9 Spielorten der WM und haben täglich 15 Stunden geöffnet. Die Regierung hat für dieses Tribunal insgesamt 4,6 Millionen Euro investiert. Man kann davon ausgehen, dass die Richter bei ihren Entscheidungen keinesfalls in übermäßige Ruhe verfallen oder sich die Fälle geduldig ansehen. Da vorgesehen ist, dass die Gerichte ihre Tätigkeit bereits zwei Wochen nach der WM wieder einstellen sollen, ist mit schnellen und deutlichen Entscheidungen zu rechnen.