Südafrika war das Land der Fußball WM 2010

Kriminalität ist kein Thema

Juni 4, 2010
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Auf die Problematik der Kriminalität in Südafrika angesprochen, sagte Danny Jordaan, Organisationschef der WM, dass er dieses Thema sehr entspannt betrachte. „Verbrecher rauben mir nicht den Schlaf“ sagte Jordaan und fügte hinzu, dass sieben von zehn Südafrikanern daran glauben, dass die WM ein voller Erfolg wird.

Jordaan nannte die Beispiele Kricket und Rugby. Auch in diesen Sportarten haben in Südafrika Weltmeisterschafte stattgefunden. Passiert sei aber nichts. Das eigentliche Verbrechen des Landes sei die Arbeitslosigkeit und die Armut an Bildung, so Jordaan. Der Großteil der Verbrechen in Südafrika finde in sozialen Brennpunkten statt, den Besuchern der WM werden diese Orte präzise genannt, sodass sie sie meiden können und sich sicher fühlen.

Die Frage, wie weit das südafrikanische Team bei der WM kommt, spielt für Jordaan eine wesentliche Rolle bei der weiteren Entwicklung des Landes. Wenn die Mannschaft in der ersten Runde bereits ausscheiden würde, bekäme das Land dadurch sicher einen Knick. Jordaan erinnerte an die WM in Deutschland, die bei der Bevölkerung ein Gefühl der Zusammengehörigkeit ausgelöst habe. Die Wiedervereinigung in Deutschland habe die ihn sehr interessiert, er sei nach Deutschland gefahren, um zu erfahren, wie sich das Leben danach organisieren ließe. In der Verwaltung sei das leichter möglich als in den Köpfen der Menschen.

Jordaan hofft nun darauf, dass eine erfolgreiche WM auch in Südafrika dafür sorgt, dass die Menschen zueinanderfinden. In Deutschland habe das schließlich auch funktioniert. Durch Sport sei vieles möglich.