Südafrika war das Land der Fußball WM 2010

Läuferin Semenya wurde gebührend empfangen

August 26, 2009
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Semenya hatte bei den Weltmeisterschaften der Leichtathletik in Berlin den Titel für Südafrika holen können. Als die Läuferin und gleichzeitig auch 800 Meter Weltmeisterin wieder in die Heimat zurückkehrte, wurde sie mit Jubelgesängen und einem ohrenbetäubenden Getröte empfangen.

Gestern ist die 18-Jährige auf dem Flughafen in Johannesburg gelandet. Sie ist froh wieder zurückkehren zu können, denn in Deutschland gab es einige Vorwürfe. Wegen ihrer tiefen Stimme und des muskulösen Körpers sollte sie sich einem Geschlechtertest unterziehen. Am Kap sorgte dies für eine große Empörung. Sogar die Regierung teilte ihr Unverständnis für diesen Test mit. Jacob Zuma sagte anspielend auf ihre Behandlung „Frau Semenya hat die Welt auch an die Bedeutung des Rechts auf Menschenwürde und Privatsphäre erinnert, die alle Menschen genießen sollten“. Auch die Frauenministerin des Landes steht hinter der Läuferin und verteidigt sie. Anhand der Begeisterung in der Bevölkerung wurden sogar Parallelen zu dem Friedens-Nobelpreisträger Nelson Mandela gezogen. Jetzt soll eine Kampagne gestartet werden, damit sich die IAAF bei Semenya entschuldigen kann. Südafrika wird keinen Test der jungen Läuferin akzeptieren. Wie es mit dem Verfahren weitergeht, ist bisher noch unklar. Man zweifel nicht an der Fraulichkeit der Läuferin, doch es sollte getestet werden, ob sie zu viele männliche Hormone im Körper hat und ihr deswegen dieses Aussehen und diese Leistung geben. Misstrauisch ist die IAAF geworden, da Semenya erst vor kurzem in der Leichtathletik aufgetaucht ist und schon solche Leistungen erzielen kann.