Südafrika war das Land der Fußball WM 2010

Löw zieht Bilanz nach Asienreise

Juni 9, 2009
Abgelegt unter Deutsche Fussball Nationalmannschaft

Bundestrainer Joachim Löw hat mit seiner Mannschaft die Asienreise beendet und zieht nun Bilanz zu den gelaufenen Spielen. Generell kann er ein positives Fazit für die Länderspiele abgeben, allerdings verlief die Reise nicht so wie gehofft.

Die Nationalelf wird in der nächsten Zeit keine weiteren Termine in Asien mehr wahrnehmen, meinte Bundestrainer Joachim Löw. Die Werbung habe nicht so gut gewirkt, wie er es sich erhofft hatte. Der Kurztrip nach Asien hatte an allen beteiligten gezerrt und war sehr anstrengend. Das Spiel gegen China endete mit einem 1:1. Hier wollte Löw jedoch einen klaren Sieg sehen. Kurz danach ging es dann weiter nach Dubai, wo es ein erstaunliches 7:2 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate gab. Dennoch hatte Löw gesagt, dass sich für ihn die Asienreise definitiv gelohnt hat. Die Nationalmannschaft war wieder für einige Tage zusammen und man konnte Gespräche führen und die Neulinge begrüßen. Sportpolitisch gesehen war es sehr wichtig, dass sich die Mannschaft in Asien zeigt. Besonders beeindruckend was Mario Gomez, der gegen die Emirate vier Treffer erzielen konnte, sowie Mario Neuer, der erstmals das Tor gegen die Emirate hütetet.

Die Erschließung von Asien über die gerührte Werbetrommel hat allerdings nicht seine volle Wirkung gezeigt, wie es Löw sich erhofft hatte. Gegen China kamen 25.000 Zuschauer ins Stadion und in Dubai waren es gerade einmal 7.000 Fans, wobei darunter 5.000 deutsche Touristen waren. Vorerst wird die Nationalelf keine Termine mehr wahrnehmen. Allerdings reichen auch zwei Länderspiele nicht aus, um den Markt für sich zu gewinnen. Die Werbung soll jetzt auch von den Bundesliga-Clubs unternommen werden. Seit letzter Woche sind die Nationalspieler vorerst im Urlaub. Löw dagegen hat sich auf eine Beobachtungstour zur U-21 Europameisterschaft begeben. Hier will er auch die Planung für die Weltmeisterschaft weiter abschließen, bevor am 12. August das Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan stattfindet. Bis dahin will er 30 bis 35 Spieler benennen.