Südafrika war das Land der Fußball WM 2010

Mittel für Aidsforschung durch Südafrika gestrichen

Juli 22, 2009
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Die Aids-Konferenz könnte nicht schlechter starten als mit der Streichung der Mittel für Erforschung der Immunschwächekrankheit. Dieses Vorhaben hat das Gastgeberland Südafrika nun in die Tat umgesetzt und macht damit dem Projekt einen Strich durch die Rechnung. In Kapstadt tagen derzeit über 5000 Forscher und Mediziner. Die Teilnehmer beraten sich über das Thema Aids und dessen Behandlung, Entstehung und Vorbeugung.

Dieser Rückschlag kommt genau im falschen Moment. Die ärztlichen Tests des ersten Aids-Impfstoffes stehen im Start. An diesem Test sollen sich laut Forschungsrat 36 gesunde Menschen daran beteiligen. Die Forschungsarbeit der Universität von Kapstadt wird zusätzlich durch die nationalen Gesundheitsinstitute unterstützt. Deren Hauptsitze befinden sich in den USA und auch sie beteiligen sich an der Produktion. Schon dort testet man das Mittel an 12 Freiwilligen. In den Ergebnissen wollen die Forscher in der USA die Verträglichkeit des Stoffes feststellen. Die Idee einen heilenden Impfstoff zu entwickeln gibt es schon lange. Doch von den bereits entwickelten, ist keiner effektiv genug.

Man hat Südafrika als Land gewählt, da hierher die größten Zahlen des Aids-Befalls stammen. Die Werte klingen erschütternd, denn südlich der Sahara sind schätzungsweise 22 Millionen Menschen mit der Krankheit in Berührung gekommen. Das belegen Zahlen aus dem Jahr 2007. Doch diese Zahl macht schon ein Drittel der weltweit Erkrankten aus. In US-Studie beschäftigte sich mit der Frage, ob die Beschneidung beim Mann eine Frau vor der Ansteckung schützen kann. Vor zwei Jahren verkündetet man nach einer Untersuchung, dass dieser Vorgang das weibliche Geschlecht schützen kann. So verringert sich die Ansteckungsgefahr um 60 Prozent.