Südafrika war das Land der Fußball WM 2010

Politische Schlammschlacht in Südafrika

Mai 20, 2009
Abgelegt unter Nachrichten, Politik

Es sind noch vier Wochen, bis der Confederations-Cup in Südafrika beginnt. Die Politiker werfen sich momentan jedoch heftige Beleidigungen zu, wie man sie hier nur selten erlebt. Ministerpräsidentin Helen Zille gegen die Anhänger des Präsidenten ist momentan der Alltag.

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Die Wahl in Südafrika ist fair und friedlich verlaufen. Stattdessen sich jetzt auf die Probe für die Fußball-WM zu konzentrieren und sich für das Land starkzumachen, bekriegen sich die Politiker gegenseitig. Schon der Confederations-Cup sollte viele Touristen nach Südafrika bewegen, doch die momentane politische Situation wird etwas anderen als Ergebnis haben. Ministerpräsidentin Helen Zillen schimpft über Jacob Zuma, dass er sexistische Ansichten hat. Seine Anhänger betiteln die Ministerpräsidentin jedoch als Faschistin schlimmster Sorte. Das Volk ist über diese Aussagen entsetzt, vor allem, weil die Wahl so friedlich verlief und viele Versprechungen getätigt wurden. Dabei sollte sich Südafrika vielmehr auf den Confederations-Cup vorbereiten. Ausländer in Südafrika müssen sich immer noch vor Gewalt fürchten und sind in Lagern untergebracht. Diese Angst sollte nach dem Wahlkampf geändert werden.

Nachdem Jacob Zuma Präsident geworden ist, gab es jedoch in Western Cape, vergleichbar mit einem Bundesland, einen Regierungswechsel. Hier regiert Helen Zille mit der Demokratischen Allianz in einer absoluten Mehrheit. Sie löste die Schlammschlacht aus, nachdem sie zehn Männer ins Kabinett gerufen hatte und ein Großteil davon weiß war. Der Gewerkschaftsbund der Provinz legte sogar eine Beschwerde bei der Menschenrechtskommission ein, weil er durch Zilles unausgewogene Kabinettsbildung die Verfassung verletzt sieht. Die Frauenrechtsorganisation verfasste einen Brief an Helen Zille. Noch ist die Schlammschlacht nicht zu Ende, denn Jacob Zuma mischt ordentlich mit und die Anhänger der ANC stehen dicht hinter ihm. Dennoch sollte sich Südafrika auf die WM konzentrieren und nicht auf solche Belanglosigkeiten.