Südafrika war das Land der Fußball WM 2010

Relegation als letzte WM 2014-Chance für acht europäische Mannschaften

November 15, 2013
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Die Gruppenphase der WM-Qualifikation ist abgeschlossen und die neun Gruppensieger Deutschland, Spanien, Italien, England, Russland, Belgien, Bosnien, Niederlande und die Schweiz, können schon mal ihre Quartiere in Brasilien buchen. Für die acht besten Gruppenzweiten geht es dagegen in die Play-offs am 15. und 19. November. Dort werden vier weitere Startplätze vergeben.

Die Auslosung in Zürich ergab teils reizvolle Begegnungen, so muss Schweden gegen Portugal und Frankreich gegen die Ukraine antreten. Die Partien zwischen Island und Kroatien sowie Griechenland und Rumänien komplettieren die Relegation.

Duell der Superstars: Christiano Ronaldo gegen Zlatan Ibrahimovic

Besondere Spannung verspricht das Duell der beiden Superstarts Christiano Ronaldo (Portugal) und Zlatan Ibrahimovic (Schweden), nur einer von beiden kann zur WM fahren. Die Portugiesen stellen auf dem Papier die stärkere Mannschaft, sie verfügen über mehr individuelle Klasse und größere internationale Erfahrung. Auf den Zetteln der Buchmacher hat die Seleção auch die Nase vorne. Für die Schweden spricht allerdings die Statistik, von 15 Partien gegen Portugal konnten sie sechs gewinnen, nur drei gingen verloren, der Rest endete Unentschieden. Der letzte Direktvergleich fand in der WM-Qualifikation 2010 statt, damals trennte man sich zweimal mit einem 0:0-Unebtschieden. Für die Skandinavier ist also alles drin, laut Rekordnationalspieler Anders Svensson liegen ihre Siegchancen aber nur bei 40%, er beklagte das harte Los gegen die „stärkste Mannschaft“ im Feld.

Zlatan Ibrahimovic – auf ihm liegen die schwedischen Hoffnungen für eine erfolgreiche Qualifikation zur Fußball WM 2014 in Brasilien. Bild: wikipedia


Frankreichs Trainer warnt vor Gegner Ukraine

Die Ukraine muss schon zum dritten Mal nach 2001 und 2009 in die Relegation. Bislang hat es erst einmal (2006) zur WM-Teilnahme gereicht und es sieht so aus, als würde auch die WM 2014 ohne Anatolij Tymoschtschuk und Co stattfinden. Frankreichs Trainer Didier Deschamps warnte zwar vor dem starken Gegner, der kaum Tore zulasse und der langen Anreise in die Ukraine, die Bleus sind in diesem Duell aber die klaren Favoriten der Buchmacher. Die Franzosen haben noch etwas gut zu machen, 2009 mogelten sie sich durch ein Handspiel von Thierry Henry auf den letzten Drücker nach Südafrika. Das Skandaltor gegen Irland möchte man endlich aus dem Gedächtnis streichen und mit rein sportlichen Mitteln die Qualifikation für Brasilien packen. Die Mannschaft hat eine überzeugende Gruppenphase gespielt und musste sich lediglich den noch stärkeren Spaniern beugen. Selbst wenn das Hinspiel in Kiew mit einer Niederlage enden sollte, können Ribery und Co im Rückspiel in St. Denis noch alles geradebiegen.

Island träumt von der ersten WM-Teilnahme

Auf Island träumt man zurzeit vom ganz großen Coup, der erstem WM-Teilnahme des Landes. Die laut Trainer Lagerbäck „großartige Mannschaft“ hat trotz 15 Gegentoren die stärker eingeschätzten Norweger und Slowenen auf die Plätze verwiesen und sich als Gruppenzweiter für die Play-offs qualifiziert. Dort geht es am 15. November in Reykjavik gegen Kroatien, das furios in die WM-Quali gestartet war, aber drei Niederlagen in den letzten vier Gruppenspielen kassierte. Trainer Igor Stimac musste seine Hut nehmen, für ihn hat Niko Kovac das Ruder übernommen. Spätestens beim Rückspiel am 19. November in Zagreb, wird sich zeigen, ob die Kroaten ihre Krise überwinden können. Die nötigen Spieler haben sie, Ausnahmekönner wie Modric und Mandzukic können jederzeit ein Spiel entscheiden. Experten und Buchmacher rechnen daher auch mit einem klaren Sieg der Kroaten, Island wird als klarer Außenseiter gehandelt, wie dieser Beitrag auf wm2014.com deutlich aufzeigt.

Rumänien konnte sich trotz einer durchwachsenen Leistung mit sechs Siegen und drei Niederlagen als Zweiter der Gruppe D behaupten. Die Karpaten-Kicker profitierten dabei von der Schwäche der Konkurrenz, die stärker eingeschätzten Türken kassierten gleich vier Niederlagen und verpassten erneut die WM-Teilnahme. In den Play-offs müssen die Rumänen gegen die Griechen antreten. Der Europameister von 2004 zog in der Gruppe G gegen Bosnien-Herzegowina den Kürzeren. Das bessere Torverhältnis gab am Ende den Ausschlag zu Gunsten der Bosnier. Die Griechen spielten eine durchaus überzeugende Gruppenphase und werden gegen Rumänien als Favoriten gehandelt.