Südafrika war das Land der Fußball WM 2010

Rohdiamanten Umsatz sinkt

August 4, 2009
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Die globale Rezession zeigt sich in diesen Tagen auch bei den südafrikanischen De Beers. Auf Grund der negativen Entwicklungen musste De Beers ein Umsatzminus von satten 57 Prozent einstreichen. Somit sinkt der Umsatz der Rohdiamanten so stark wie schon lange nicht mehr.

Die letzten vergleichbaren Einbrüche lassen sich auf das Jahr 1974 datieren. Insbesondere die Nachfragerückgänge in den USA, Europa und auch Japan machen De Beers in diesen Tagen schwer zu schaffen. Im ersten Halbjahr 2009 konnte der südafrikanische Diamanten-Weltmarkführer nur noch ungeschliffene Steine in einem Wert von insgesamt 1,4 Milliarden Dollar an den Mann bringen. Auch bei der Förderung der Diamanten ließ sich in Hinblick auf die Menge ein deutliches Minus von 73 Prozent verzeichnen. Nach den Angaben des Unternehmens belief sich diese im ersten Halbjahr auf 6,6 Millionen Karat.

Die sinkende Fördermenge erklärte De Beers mit einigen Schließungen. So wurden sowohl in Botswana als auch in Namibia Bergwerke geschlossen. De Beers musste vor Sonderfaktoren einen 164 Millionen Dollar schweren Verlust bekanntgeben. Im vergangenen Jahr gelang dem Unternehmen von ein Gesamtgewinn von 350 Millionen Dollar. Von diesen Ergebnissen ist De Beers derzeit jedoch weit entfernt. Analysten bestätigten in den vergangenen Wochen die dramatischen Entwicklungen bei dem Markt der Rohdiamanten. So der Preis derer in dem Zeitraum von Oktober bis Mitte März um rund 50 Prozent gefallen sein.

Obwohl eine erste Erholung auf dem Markt erkannt werden kann, kann von Aufatmen bei De Beers wohl kaum die Rede sein. Mittlerweile konnte der Preis der Rohdiamanten bereits um 30 Prozent steigen. Aus diesem Grund macht sich Hoffnung vor allem in Bezug auf das zweite Halbjahr breit. Dies bestätigte der Managing Director von De Beers. Unity Marketing, ein Analysehaus, verwies ebenfalls darauf, dass in den kommenden Monaten mit einem Wachstum gerechnet werden kann. Immerhin sei in dem zweiten Quartal 2009 gerade die Zuversicht der vermögenden Amerikaner gestiegen, sodass mit einem Wachstum bei der Nachfrage gerechnet werden kann.