Südafrika war das Land der Fußball WM 2010

Streik beendet

Juli 16, 2009
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Eine Woche lang standen die Baustellen in Südafrika still. Normalerweise sollten die Stadien für die WM 2010 weitergebaut werden, doch die Bauarbeiter befanden sich in einem Streik und legten die Arbeit nieder. Jetzt ist der Streik beendet.

Die geplanten Termine für die Übergabe waren schon bedroht durch den Streik, doch jetzt geht es an den Baustellen weiter. Beide Parteien haben sich auf eine Lohnerhöhung geeinigt. Ab heute sollen die Bauarbeiter wieder der Arbeit nachgehen, gab die Gewerkschaft bekannt. Die Tarifkonflikte waren der einzige Grund, warum überhaupt die Arbeit niedergelegt wurde. Zwar hatten die Bauarbeiter schon einmal eine Erhöhung bekommen, diese entspricht jedoch nur der jährlichen Inflation. Auf insgesamt 35 WM-Baustellen stand die Arbeit eine Woche lang still. Erst in dieser Woche konnte man sich einigen. Konkrete Angaben gab es vom Arbeitgeberverband jedoch noch nicht. Die Löhne sollten um 13 Prozent angehoben werden. Der Arbeitgeber wollte jedoch nur um 11,5 Prozent erhöhen. Etwa 70.000 Bauarbeiter sind von der Lohnerhöhung betroffen. Gestern stimmten sie dann einer Erhöhung von 12 Prozent zu. Dies ist zwar ein Prozent weniger, doch besser als keine Erhöhung.

In Durban war auch Afrikas bedeutendster Hafen von dem Streik beeinträchtigt, wo die Erweiterung der Hafeneinfahrt unterbrochen wurde. Weiterhin mussten noch andere WM Baustellen, wie zum Beispiel der Bau von den Stadien und die Erweiterung der Infrastruktur stillstehen. Jetzt könne man jedoch auch den Übergabetermin im Dezember einhalten. Die Bauarbeiter haben vorher etwa 2500 Rand verdient, was umgerechnet 217 Euro sind. Die Hilfsarbeiter bekommen hier fast noch weniger. Dafür leisten die Arbeiter jedoch eine Menge und sind vor allem für die WM sehr wichtig. Das weiß auch der Arbeitgeber zu schätzen.