Südafrika war das Land der Fußball WM 2010

Wir helfen Afrika – Städte aus Baden-Württemberg helfen bei der WM 2010

April 24, 2009
Abgelegt unter Politik

32 Städte aus Baden-Württemberg helfen bei der WM 2010 Kindern in Afrika – Im württenbergischen Allgäu haben Giovanni Granziera, Christian Skrodzki und Dr. Igor Wetzel im Anschluss an die WM 2006 die Initiative Wir helfen Afrika initiiert.

Schon 2006 hatten die Drei und ihr Freund Wolfram Dreier mit dem Projekt „Wangen hilft Togo“ (www.wangen-hilft-togo.de) gezeigt, dass sich Sportbegeisterung und Hilfsbereitschaft sehr gut verbinden lassen. In der Stadt Wangen im Allgäu sammelten sie soviel Spenden, dass zwei Kinder aus Togo während der WM 2006 in Deutschland operiert werden konnten.

„Wir hatten bei der WM 2006 so viel Spaß mit unserem Projekt, dass wir unbedingt auch was zur WM 2010 in Südafrika machen wollen. Und dann haben wir völlig überraschend noch den Bambi für unser Projekt verliehen bekommen“, sagt der Vorstand des Vereins Wir helfen Afrika Dr. Igor Wetzel. Für die Macher von Wangen hilft Toge stand damit fest: Was in einer Stadt funktioniert hat, wird auch in 32 Städten in Baden-Württemberg zum Erfolg.

Spenden für Afrika

Die Vier haben mit weiteren Freunden den Verein Wir helfen Afrika gegründet. Gemeinsam motivieren sie jetzt 32 Städte in Baden-Württemberg Spenden zu sammeln, so dass mit dem Geld während der WM 2010 in Südafrika 32 Kinder operiert werden können. Neben den Städten Aalen, Leutkirch, Mannheim, Biberach, Stuttgart, Friedrichshafen haben schon viele andere Städte ihre Teilnahme zugesagt. Auch das Wiesental im Süd-Schwarzwald ist dabei.

32 Städte machen mit – Kinder sollen operiert werden

Die Idee von Wir helfen Afrika ist einfach: In 32 Städten sollen Vereine, Bürger und Unternehmer mit einem Prominenten aus der Stadt Spenden sammeln, um damit ein Kind in Afrika zu operieren. „Für die Operation eines Kindes benötigen wir von der Stadt 8 000 Euro“, sagt der Vorstand des Vereins Christian Skrodzki. Die Kosten halten die Verantwortlichen gering, denn sie haben ein internationales Ärzteteam zusammengestellt, das kostenlos die Kinder operieren wird. Wenn eine Stadt mehr als 8 000 Euro sammelt, kommt das Geld einem Projekt aus Afrika zu Gute. Dazu muss die Stadt vorher ein Projekt benennen, an das der Spendenüberschuss überwiesen wird.

So eine Idee lebt von vielen Begeisterten. Bis jetzt konnte der Verein Wir helfen Afrika schon zahlreiche Menschen überzeugen mitzumachen. Neben dem Ärzteteam setzen sich in ganz Baden-Württemberg auch Unterstützer freiwillig und unentgeltlich für Wir helfen Afrika ein. Beispiele dafür sind der ehemalige VfB Stuttgart-Spieler Helmut Roleder, die Ehrenamtsexpertin Cornelia Fink, die Marketingassistentin Kathrin Schuch und viele mehr.

So viel Engagement hat auch den Ministerpräsidenten aus Baden-Württemberg überzeugt. Er hat dem Verein schon nach der WM 2006 zugesichert die Schirmherrschaft über Wir helfen Afrika zu übernehmen. „Wir waren total überrascht, dass Herr Oettinger auf uns zugekommen ist und angeboten hat die Schirmherrschaft zu übernehmen“, sagt Dr. Wetzel. Das Projekt hat den Ministerpräsidenten überzeugt. Schließlich ist er selbst leidenschaftlicher Fußballer und hat ein großes Herz für Afrika.